«Systemrelevante Banken abzuschaffen, ist ein Schnellschuss»: Wieso Economiesuisse-Chefin Monika Rühl dennoch findet, dass es in der Schweiz weiterhin systemrelevante Banken braucht.
Auch die «Too big to fail»-Regulierung im Schweizer Bankengesetz konnte den Zusammenbruch der Credit Suisse nicht verhindern. Die UBS musste die systemrelevante Bank übernehmen – und der Bund und die Schweizerische Nationalbank garantierten Sicherheiten von 259 Milliarden Franken. Bis zu 168 Milliarden hat die CS gemäss eigenen Angaben bereits bezogen.
Wir haben alle gesehen, dass bei der CS etwas nicht funktioniert, aber trotzdem zugeschaut und abgewartet. In diesem Sinn haben wir allenfalls eine Mitverantwortung. Vielleicht haben wir bei den Banken direkt zu wenig kritisch nachgefragt. Wie könnten diese aussehen? «Ich nehme an, dass die neue UBS das ehemalige Investmentbanking der CS herunterfahren wird», sagt Rühl. So könne man sich auf die Vermögensverwaltung fokussieren, ein Bereich, der als weniger risikoreich gilt. Gleichzeitig braucht es laut Rühl aber auch die internationale Finanzierungsunterstützung für Schweizer Unternehmen.
Und bei systemrelevanten Banken gibt es auch internationale Vorschriften; wir wollen natürlich auch, dass Schweizer Banken global wettbewerbsfähig sind.Nein. Das bedeutet, sicherzustellen, dass die Schweizer Wirtschaft insgesamt gut finanziert werden kann. Darum haben wir ein Interesse daran, dass wir einen funktionierenden Finanzplatz haben.
Ich kann nicht versprechen, dass dies nicht ein drittes Mal passieren wird. 2008 hatten wir die Rettung der UBS. Nun der Fall CS. Sind Sie einverstanden mit der Aussage: Ein drittes Mal darf so etwas nicht passieren.
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