Der New Yorker Jazzkomponist John Zorn schlägt für einen Konzertmarathon an der Hamburger Elbphilharmonie auf. Zwei Uraufführungen werden geboten.
Man kann sich schon einmal wappnen: Ohrstöpsel werden hilfreich sein, wenn man sich in das Klang-Multiversum des mittlerweile 68-jährigen New Yorker Künstlers John Zorn begibt. Von leisen, beinahe gehauchten Melodien über Noise- und Punkfragmente bis zu infernalischem Death-Metal wird der eigene Körper Teil des Konzerterlebnisses.
Dabei lässt er beim Arbeiten keine Ablenkung zu. Dies sei, so Zorn, nicht schwierig, wenn man diszipliniert sei. So lese er keine Zeitungen, höre kein Radio, habe keinen Fernseher und sei oft zu Hause. Zorn als Eremit also, als Schreibender, der noch mit Bleistift und Papier komponiert und in dessen Kopf sich gewaltige Klänge zusammenschieben und gegeneinander auftürmen.
Als Antwort auf die Great Black Music des Art Ensembles entwickelte Zorn seine Idee der Great Jewish Music , mit der er sein jüdisches kulturelles Erbe erforschte. Für sein fortlaufendes Projekt „Masada“ schreibt er Kompositionen, die auf der phrygisch-dominanten Tonleiter basieren. Nachdem er bei seinem Lehrer Oliver Lake das Album „For Alto“ von Anthony Braxton gehört hatte, begann er Altsaxofon zu spielen. Im Lower Eastside Club CBGB’s, dem Treffpunkt der New Yorker Punkszene, hörte er Matineen mit intensiv repetitiver Noise-, Punk- und Metalmusik und begann, verschiedene Stile zu kombinieren.
Dazu werden seine gesamten Streichquartette zu hören sein, eine Suite für sein Jazz-Metal-Trio „Simularicum“, Americanakompositionen für die Sängerin Petra Haden, eine der Töchter des Jazzbassisten Charlie Haden, „The Holy Visions“ über die Visionen der mittelalterlichen Mystikerin Hildegard von Bingen, „The Turner Études“ über die späten Skizzen des britischen Malers William Turner für Soloklavier und „Jumalattaret“, ein auf dem...
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