Berlin (dpa/bb) – Nach Brandanschlägen auf Autos in Berlin-Kreuzberg ist ein einschlägig vorbestrafter Mann zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige habe Autos als ein 'politisches Statement' angezündet, begründete das Landgericht der Hauptstadt am Freitag. Der geständige Angeklagte wurde der Brandstiftung in zwei Fällen, der versuchten Brandstiftung in fünf Fällen sowie der Sachbeschädigung schuldig gesprochen.
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Bei einer nächsten Serie einen Monat später hätten Polizeibeamte in zwei Fällen Schlimmeres verhindern können, hieß es weiter im Urteil. Zudem habe der Angeklagte im März 2021 versucht, einen Baukran in Brand zu setzen, aus Protest gegen Verdrängung. Es habe ein erhebliches Gefährdungspotential bestanden. Der 39-Jährige habe Brandanschläge verübt, um sich gegen aus seiner Sicht bestehende Ungerechtigkeiten zu wehren.
Der Mann hatte gestanden und erklärt, er wolle mit solchen Taten"nichts mehr zu tun haben". Er bitte um Entschuldigung. Seine Verteidigerin plädierte auf drei Jahre Haft. Die Staatsanwältin hatte vier Jahre und zwei Monate Haft gefordert. Aus Sicht der Richter hatte der 39-Jährige"ehrliche Reue" gezeigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Angeklagte war bereits im März 2011 wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung an Fahrzeugen verurteilt worden. Damals erhielt er ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung. Er hatte zwei Taten zugegeben und erklärt, er sei erheblich betrunken gewesen. Immer wieder brennen nachts Autos in der Hauptstadt - im vorigen Jahr registrierte die Berliner Polizei Angaben zufolge mehr als 400 Auto-Brandstiftungen. Die Motive mutmaßlicher Täter unterscheiden sich stark. Gründe sind oft Vandalismus oder persönliche Racheakte. In anderen Fällen gibt es einen politischen Hintergrund.
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