Wenn es überhaupt gelingen kann, Putin zum Einlenken zu bewegen, müssen weiche und harte Sanktionen intelligent kombiniert werden, schreibt Jörg Rocholl esmtberlin in einem Gastbeitrag. UkraineKrieg SoftPower Russland Sanktionen
Die Sanktionen gegen Russland sind der Härtetest für geopolitische Krisenbewältigung im 21. Jahrhundert: Kann Soft Power in Form von Sanktionen ein hinreichend mächtiges Instrument sein, um Hard Power in Form militärischer Interventionen zumindest teilweise zu ersetzen und zu ergänzen? Ein Erfolg der Soft Power setzt voraus, dass Sanktionen klug und durchdacht eingesetzt werden.
Die Sanktionen wirken umfassend: Der russische Aktienmarkt ist eingebrochen, die Aktien werden – wenn überhaupt – nur noch sporadisch gehandelt. Russische Staatsanleihen haben Ramschstatus erreicht, der Rubel fällt ins Bodenlose. Die russische Zentralbank kann sich angesichts ihres durch die Sanktionen eingeschränkten Zugriffs auf die eigenen Devisenreserven nicht anders helfen, als den Leitzins auf 20 Prozent mehr als zu verdoppeln.
Unabhängig von den Sanktionen spielt sich eine ebenso dramatische Entwicklung durch „Voting by feet“ ab. Denn die moralische Ächtung Moskaus hat weitere Konsequenzen: Unternehmen von Weltrang ziehen sich aus Russland zurück und schreiben ihre dortigen Investitionen in großem Stil ab, die Produktion von Gütern wird eingestellt. Westliche Importeure meiden russische Produkte, weil sie jetzt mit einem Kriegsstigma behaftet sind.
Es ist unstrittig, dass der Westen mit massiven Maßnahmen auf die russische Aggression reagieren musste. Nun stellt sich die Frage, ob er den Sanktionsdruck weiter erhöhen sollte – und mit welchem Ziel. Hier ist eine kluge und umfassende Abwägung nötig.
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