Nicole B.: «Ich konnte mich nicht mehr bewegen»
Nicole B. besucht am Karfreitag 2012 den selbsternannten Heiler F., damit er ihre chronischen Schmerzen behandeln kann. Er ist ihre letzte Hoffnung. Laut den Gerichtsakten führt er Nicole B. um 18:30 Uhr in sein Therapiezimmer in Näfels.
Die Situation vor Ort «Ich habe wirklich alles, und das ist das Grausamste, miterlebt. Ich lag auf dem Schragen, er drehte mich zur Seite, verging sich an mir, von hinten und von vorne, mit Gegenständen, grob und grausam, ich lag da und wollte nur noch sterben, einfach nur sterben.» Die Hausdurchsuchung Der Beschuldigte kommt für ein paar Tage in Untersuchungshaft, dann ruft plötzlich die fallführende Staatsanwältin Nicole B. an. «Sie sagte mir, dass es ihr leidtun würde, aber der Mann sei wieder auf freiem Fuss, doch sie gehe davon aus, dass er bald wieder in Haft sei, denn es sei soeben eine weitere Anzeige gegen ihn eingegangen, von einem Kind.
Der vermeintliche Heiler kann derweil weiterhin seine sogenannten Therapien in Näfels anbieten, als wäre nichts geschehen. Drei Jahre vergehen, ohne dass Willi Berchten Anklage erhebt. Mit fatalen Folgen: 2015 schlägt der selbsternannte Heiler wieder zu. Er empfängt ein 17-jähriges Mädchen zu einer Behandlung. Zuerst verabreicht er ihr ein Getränk, versetzt mit Schlafmittel, dann folgt der Missbrauch.
«Fünf Jahre für ein Verfahren, das ist jenseits»Beatrice Müller war eine der Anwältinnen, die Nicole B. vertraten. Sie kritisiert die Länge des Verfahrens: «Fünf Jahre für eine Strafuntersuchung, bis es zur Anklage kommt, das ist jenseits, indiskutabel. Das Verfahren blieb bei der Staatsanwaltschaft zwei bis drei Jahre komplett liegen.»
Warum nur 27 Monate Freiheitstrafe? Box aufklappen Box zuklappen Das Obergericht des Kantons Glarus kam in seiner Strafzumessung für den Sexualstraftäter eigentlich auf 43 Monate. Doch das Obergericht konnte die Strafe nicht mehr erhöhen, weil das Kantonsgericht als erste Instanz eine tiefe Strafe ausgesprochen hatte und diese von der Staatsanwaltschaft Glarus nicht angefochten wurde. Deshalb war eine Verschärfung der Strafe nicht mehr möglich.
South Africa Latest News, South Africa Headlines
Similar News:You can also read news stories similar to this one that we have collected from other news sources.
Poker um den Bundeskanzler: Wie die GLP ins Bundesratszimmer drängt – und wie ihre Chancen stehenBundeskanzler Walter Thurnherr tritt Ende Jahr zurück. Nun lancieren die Grünliberalen einen Kandidaten für die Nachfolge: den heutigen Vizekanzler Viktor Rossi. Er könnte davon profitieren, dass sich FDP und Mitte wegen des Bundesratspokers gegenseitig lahmlegen.
Read more »
Kablan erhält 3 Spielsperren – Verfahren gegen LungoyiLausannes Chris Kablan muss nach einem harten Foul gegen Basels Yusuf Demir vorzeitig vom Platz.
Read more »
Kanton NW: Die Abläufe im Justizsystem sollen effizienter gestaltet werdenDie Zuständigkeit der Gerichtspräsidien soll in eindeutigen und rein formellen Verfahren erweitert werden.
Read more »
Kloten bäumt sich auf: Wie man sich aus der Krise spieltDie Klotener zeigen beim 2:1-Sieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers viel Moral. Und sie hatten mit dem Doppeltorschützen Axel Simic den Mann des Tages in ihren Reihen.
Read more »
Prämien: Wie Medizinkonzerne Schweizer Prämienzahler abzockenDer gleiche Herzschrittmacher kostet je nach Spital 2200 oder 12’900 Franken. Möglich macht es ein obskures System, in dem die Hersteller Milliarden machen – auf Kosten der Versicherten.
Read more »
Debatte in der National League nach Laurent Dauphins Foul: Wie sieht Gerechtigkeit aus?Unfaire Checks korrekt zu sanktionieren, ist schwierig. Und oft Ansichtssache. Vor allem Fans empfinden die verhängten Sperren regelmässig als zu mild. Es gäbe Möglichkeiten für drastischere Verdikte.
Read more »