Der Ex-SPD-Chef fordert im Gastbeitrag: Wenn Trump erneut US-Präsident wird, muss Europa lernen, sich selbst zu verteidigen. Im Notfall auch atomar.
: Im Falle einer Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten kann sich Europa nicht mehr auf den US-Schutzschirm verlassen - wir müssen eigene nukleare Fähigkeiten ausbauen., der schon einmal Präsident war, hat gute Chancen, ins Weiße Haus zurückzukehren. Auf uns, aber vor allem auf die Bürgerinnen und Bürger der USA, kämen dann stürmische Zeiten zu.
Mal abgesehen von dem Flurschaden, den er damit in Europa hinterlässt, schwächt Donald Trump damit auch die Stellung der USA in der Welt, denn im 21. Jahrhundert werden auch die Vereinigten Staaten von Amerika Allianzen und Bündnisse benötigen, um die Welt im Gleichgewicht zu halten.war von 2009 bis 2017 Vorsitzender der SPD. Er diente im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel als Wirtschafts- und als Außenminister. Zuvor war er Ministerpräsident von Niedersachsen.
Wir sind als Europäer nur unter größten Mühen in der Lage, uns auf einen Schutz des internationalen Schiffsverkehrs und Seehandels im Roten Meer gegen die Banditen zu einigen, die aus dem Jemen mit Raketen die zivile Schifffahrt bedrohen. Und das, obwohl gerade wir wirtschaftlich von der „Freedom of Navigation“ ganz besonders profitieren.
Es braucht jetzt viele Veränderungen, die eher technisch klingen. Rüstungsprojekte müssen vereinheitlicht werden, Investitionen in die Ostflanke der Nato getätigt werden – auch mit Hilfe Deutschlands und nicht nur immer mit Hilfe der USA. Wir brauchen einen europäischen Sicherheitsrat manches anderes mehr.
Ich hätte nie gedacht, dass ich darüber mal nachdenken muss. Aber Europa braucht eine glaubwürdige Abschreckung. Dazu gehört eine gemeinsame nukleare Komponente. Der amerikanische Schutz wird absehbar zu Ende gehen, die Debatte darüber, woher der Ersatz kommen soll, muss jetzt beginnen. Wenn wir diese Frage nicht beantworten, werden anderes es tun. Zum Beispiel die Türkei. Das kann nicht unser Interesse sein.
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