Schwappt die Euphorie auch in die heimische Liga über? sportnews bluesport
Es war eine Dramatik, wie sie sich neutrale Fans des Fussballs nicht besser hätten wünschen können. Ein Schuss entschied über Sieg oder Niederlage, ein Augenblick genügte zum Ausbruch grenzenloser Freude oder bodenloser Enttäuschung. Am 6. Juni war es, als sich mit Servette Chênois und Zürich die besten Teams der Schweiz in Lausanne im ersten Playoff-Final der Geschichte gegenüberstanden.
Auch in diesem Jahr setzt der Verband für die am Samstag mit vier Partien startende Meisterschaft auf den Playoff-Modus. Die Premiere gibt den Verantwortlichen Recht, zumal die Spannung und damit auch das Interesse durch das Format durchaus erhöht werden konnten.
Gegen Klaksvik von den Färöer-Inseln setzten sich die Zürcherinnen am Donnerstag in Nikosia ohne Mühe 6:0 durch. Nun haben sie am Sonntag in der in Turnierform ausgetragenen 1. Runde die Möglichkeit, gegen Apollon Limassol den Einzug in die 2. und letzte Qualifikationsrunde vor der Gruppenphase zu schaffen.
Hinter den beiden Grossen dürften sich die Grasshoppers, der FC Basel und St. Gallen um das Heimrecht in den im Mai beginnenden Playoffs balgen. Insgesamt steigen sieben Teams mit neuen Trainerinnen oder Trainern in die Saison. Einzig bei Zürich, Servette Chênois und St. Gallen ist noch dasselbe Personal am Werk.
Im vergangenen Juli generierte der Fussball der Frauen an der EM in England ein Interesse und eine Euphorie in ungesehenen Dimensionen. Für die hiesige Liga bleibt zu hoffen, dass zumindest ein Bruchteil davon in die Schweiz überschwappt.