Italien nimmt wegen der Vielzahl neuer Migranten vorerst keine Dublin-Flüchtlinge mehr zurück. Ungünstig im Moment.
03:17 Video EU-Innenminister diskutieren über Migration – Italien macht Druck Aus Tagesschau vom 25.11.2022. abspielen. Laufzeit 3 Minuten 17 Sekunden. Das Staatssekretariat für Migration bestätigte einen Bericht in der «NZZ am Sonntag», wonach Italien die Dublin-Staaten am 5. Dezember über eine vorübergehende Aussetzung der Dublin-Überstellungen informiert habe. Als Folge können derzeit 184 Personen nicht nach Italien zurückgeschickt werden.
Italien hat derzeit laut dem SEM eine «ungewöhnlich hohe Anzahl von Anlandungen» zu verzeichnen. Die Kapazitäten bei der Erstaufnahmen sei deshalb temporär überlastet. Bei Dublin-Flüchtlingen handelt es sich um Menschen, die zwar in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt haben, für die aber gemäss Dublin-Abkommen Italien als Einreiseland zuständig wäre.
Audio Archiv: Wieder mehr Flüchtlinge wagen den Weg übers Mittelmeer 05:20 min, aus Rendez-vous vom 26.07.2022. Bild: Keystone-SDA abspielen. Laufzeit 5 Minuten 20 Sekunden. Bei den 184 Personen handelt es sich um 152 Personen aus dem Asylbereich sowie 32 Menschen, die sich illegal in der Schweiz aufhalten, wie das SEM weiter schreibt. Die Schweiz habe die Information aus Italien zur Kenntnis genommen und kurzfristig einige bereits vorbereitete Überstellungen annulliert.
Druck auf kantonale Zentren wächstDie Schweizer Behörde geht jedoch davon aus, dass «Italien in Kürze seinen Pflichten aus dem Dublin-System wieder nachkommt». Nicht betroffen von der Massnahme sind Überstellungen gestützt auf das bilaterale Rücknahmeabkommen zwischen der Schweiz und Italien. Für die Kantone erfolgt der Schritt Italiens zu einem Zeitpunkt, in dem sie bei der Unterbringung der vielen Asylsuchenden ohnehin schon an Grenzen stossen. «Diese 184 Personen blockieren knappe Kapazitäten, die wir lieber für Schutzsuchende nutzen möchten, die länger hierbleiben können», lässt sich Florian Düblin, Generalsekretär der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren, im Zeitungsbericht zitieren.
South Africa Latest News, South Africa Headlines
Similar News:You can also read news stories similar to this one that we have collected from other news sources.
Ukrainische Flüchtlinge - «Wir sind wie eine WG geworden»Seit neun Monaten wohnt eine ukrainische Familie in Riggisberg bei einer Gastfamilie. Wie blicken sie auf 2022 zurück?
Read more »
Diese Tierchen holst du dir mit dem Christbaum ins HausViele haben sich dieser Tage fürs Fest einen Christbaum in die Wohnung gestellt. Damit landet eine Vielzahl kleiner Tiere in der Stube.
Read more »
Logistikprobleme führten in Aarberg zu Lieferverzögerungen und Unmut bei den Produzenten - bauernzeitung.chZuckerrübenkampagne - Logistikprobleme führten in Aarberg zu Lieferverzögerungen und Unmut bei den Produzenten: Eine Vielzahl von Planänderungen führte zu vollen Lagersilos in der Zuckerfabrik Aarberg. Zudem standen leere Bahnwagen für neue Lieferungen…
Read more »
Was aus ukrainischen Flüchtlingen in der Schweiz geworden istIm März 2022 fährt ein roter VW-Bus von der ukrainisch-polnischen Grenze nach Olten in die Schweiz. Im Bus sitzen fünf ukrainische Flüchtlinge und ein Solothurner Familienvater als Fluchthelfer. Was sie verbindet, ist die Hoffnung, dass alles gut kommen wird – aber kann es das überhaupt?
Read more »