Der ehemalige Integrationsbeauftragte von Basel-Stadt, Thomas Kessler, blickt besorgt auf die Pro-Palästina-Proteste der vergangenen Tage. Im Interview erklärt er, wieso es in der Schweiz bislang bei Aufrufen blieb.
Herr Kessler, in Paris eskalierte eine Pro-Palästina-Kundgebung. Auch in anderen europäischen Städten finden Mega-Demos statt. Wieso in der Schweiz nicht? Entscheidend sind zwei Faktoren: die Herkunft der Demonstrierenden und wie stark Parallelgesellschaften ausgeprägt sind. Es sind hauptsächlich Menschen mit palästinensischer Abstammung und aus dem Maghreb, welche diese Demonstrationen prägen. Diese Menschen sind bei uns weniger vertreten.
Weil dort die Maghrebiner auch in der zweiten und dritten Generation noch schlecht integriert sind. Weil sie eben keine Berufslehre haben und dadurch auch kein sozialer Aufstieg stattgefunden hat. Sie leben in einer Parallelgesellschaft. Die Gedanken dieser Menschen sind in der Vergangenheit, im Land der Urgrosseltern, und nicht dort, wo sie jetzt eigentlich leben. Aufrufe zu Demos gab es auch in der Schweiz, sie kamen aber aus marxistischen Kreisen.
South Africa Latest News, South Africa Headlines
Similar News:You can also read news stories similar to this one that we have collected from other news sources.
EU-Besuch in der Schweiz: «Ich gehe nicht mit einer Einkaufsliste von Forderungen zur Schweiz»David O’Sullivan hat den Job, Löcher im Sanktionsregime der EU gegen Russland zu schliessen. Trotz der scharfen Kritik der G-7 lobt er den Bundesrat – sagt aber auch, wo mehr getan werden sollte.
Read more »
Reisebilanz der Schweiz 2022 - 2.6 Reisen pro Jahr gönnen sich Personen in der SchweizHollywood, Grand Canyon oder der Time Square – Reisen in die USA sind derzeit bei Schweizerinnen und Schweizer besonders gefragt. Nebst dem Big Apple gehören auch andere Grossstädte zu beliebten Reiszielen.
Read more »
Zahl der in Gaza getöteten Palästinenser steigt auf 950Die Zahl der bei Luftangriffen Israels im Gazastreifen getöteten Palästinenser ist am Mittwoch auf…
Read more »
Entwicklungshilfe für Palästinenser: Basel-Stadt hat in zehn Jahren über 400’000 Franken gesprochenDas Präsidialdepartement hat in einer Dekade viele Projekte von NGOs zugunsten der palästinensischen Zivilbevölkerung finanziert. Wie stellt der Kanton sicher, dass die Gelder zweckmässig eingesetzt werden?
Read more »
- Palästinenser-Präsident verurteilt Gewalt an Zivilisten beidseitsAngriff auf Israel - Tag 5
Read more »
«Es bleibt als Lösung nur ein Bundesstaat, in dem Israeli und Palästinenser gleiche Rechte haben»Alt-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey über die Zweitstaatenlösung, die gar niemand wollte, und den einzig verbleibenden Ausweg in Nahost.
Read more »