Neues Lehrmittel – Mit uns reden – statt über uns: Ein Buch lässt Jenische, Sinti und Roma erzählen

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Neues Lehrmittel – Mit uns reden – statt über uns: Ein Buch lässt Jenische, Sinti und Roma erzählen
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«Auf dem Friedhof bekamen die Jenischen einen besonders schlechten Platz zugewiesen.» Angehörige von Minderheiten erzählen aus ihrem Leben.

Eva Moser berichtet aus dem Leben ihres Vaters, der von den Behörden den Eltern weggenommen wurde.Amela war nur unter einer Bedingung bereit, aus ihrem Leben zu erzählen: kein Bild. Ein Porträt ohne Bild? Das geht eigentlich nicht. Sie schlug eine Alternative vor: Ein schwarzes Küken umgeben von lauter gelben.

Initiant des Projekts ist der Zürcher Journalist und Buchautor Willi Wottreng, langjähriger Geschäftsführer der Radgenossenschaft der Landstrasse, der Dachorganisation der Jenischen und Sinti in der Schweiz. In der Arbeitsgruppe sind Roma, Jenische und Sinti vertreten. Denn das Motto lautet: Nichts über uns ohne uns.

Eva Moser, die in Basel geboren wurde und im Tessin aufgewachsen ist, erzählt von ihrer Sprache, in der Igel «Stacherlig» heisst. Und davon, dass früher verstorbene Jenische auf den Friedhof von Morissen GR, wo ihre Familie herkommt, einen besonders schlechten Platz zugewiesen bekamen – hinter der Kirche, nicht wie die anderen vor der Kirche.

Im zweiten Teil des Buches folgen Informationen über die drei Bevölkerungsgruppen. Dabei wird deutlich, wie plakativ die Wahrnehmung der Jenischen, Sinti und Roma in der Mehrheitsbevölkerung ist. Selbst der Begriff Minderheiten ist im Prinzip ein dehnbarer Begriff. In der Schweiz leben 30’000 bis 40’000 Jenische, in Europa schätzungsweise eine halbe Million.

Thematisiert werden auch die Verfolgungen von Jenischen, Sinti und Roma. Etwa 500’000 fielen dem Holocaust zum Opfer. In der Schweiz wurden von 1926 bis 1972 bei der Aktion «Kinder der Landstrasse» rund 600 jenische Kinder aus Sinti-Familien ihren Eltern weggenommen. Die Begründung: Sie würden nicht in ordentlichen Verhältnissen aufwachsen. Man übergab sie Pflegefamilien, versorgte sie in Kinderheimen, psychiatrischen Kliniken oder Strafanstalten.

Die Sprache der Jenischen kennt zahlreiche ursprünglich deutsche Ausdrücke, die sich aber im Lauf der Zeit verändert haben. So heisst Auge «Schiinlig» und arbeiten «schinagle», was zuweilen auch noch im Schweizerdeutsch verwendet wird.

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