Nachdem ein Wolf seit Anfang Juli auf drei Alpen im Urner Oberland mehrere Schafe gerissen hat, gibt ihn die Sicherheitsdirektion des Kantons Uri zum Abschuss frei.
Die Sicherheitsdirektion rechnet damit, dass es im übrigen Projektgebiet zu weiteren Übergriffen kommen wird. Deshalb habe man den Abschuss des Wolfs verfügt. Der Abschussperimeter entspreche dem «Alpkonzeptgebiet Oberes Reusstal». Nicht erlegt werden darf der Wolf darum im Gebiet des eidgenössischen Jagdbanngebiets Fellital. Für den Vollzug der Abschussverfügung ist die Abteilung Jagd des Amts für Forst und Jagd zuständig.
Die erste Abschussverfügung war gemäss Bundesrecht 60 Tage - also bis zum 31. Juli 2022 - befristet. Der Wolf konnte aber bisher nicht erlegt werden. «Es gab zwar einzelne Wolfnachweise, wie beispielsweise Risse oder Sichtbeobachtungen», so Josef Walker. Entsprechend habe man dann versucht, an diesen Orten den schadenstiftenden Wolf zu erlegen. «Der Wolf kam jedoch nie an die Stellen zurück, an denen wir die Nachweise hatten.