Viele Arzneien für Kinder sind momentan knapp. Gesundheitsminister Karl_Lauterbach hat zwar Gegenmaßnahmen angekündigt, doch kurzfristig sind pragmatische Lösungen gefragt. Was Apotheker und Ärzte Betroffenen jetzt raten.
Der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt hat am Wochenende deshalb eine Art Medikamenten-Flohmarkt vorgeschlagen: Nachbarn und Bekannte sollen sich gegenseitig mit Arzneimitteln aushelfen, um dem derzeitigen Mangel entgegenzuwirken. Wie sich Betroffene jetzt selbst helfen können und welche Risiken dabei bestehen - ein Überblick.Gleich vorab: Den Vorschlag für einen Tauschmarkt lehnen Apothekerverbände in Deutschland grundsätzlich ab.
Eltern sollten hingegen eher versuchen, im Freundes- und Bekanntenkreis Mittel aufzutreiben, die noch nicht abgelaufen sind. "Auch ein bereits geöffneter Fiebersaft hält je nach Produkt und Hersteller zwischen sechs und zwölf Monate. Eltern sollten bei fiebrigen Kindern aber auch an klassische Therapien denken wie etwa Wadenwickel", ergänzt Frühwein.Mit alternativen Behandlungsmethoden helfen sich derzeit auch viele Apotheker aus.
Patienten mit Dauermedikation rät Eickmann, sich frühzeitig um ihre Medikamente zu kümmern: "Gehen Sie nicht erst nach der letzten Tablette zum Arzt und holen das Rezept, sondern sehr, sehr, sehr rechtzeitig, 14 Tage vorher. Zeit hilft." Auch für akut Erkrankte hat Eickmann Lösungen parat. So müsse es oftmals nicht das "Wunschmedikament" sein, was der Arzt verordnet habe.
um ein europaweites Problem. Viele Hersteller mit Produktion in Indien oder China beliefern den Kontinent derzeit nur unregelmäßig. Daher lohnt sich auch der Medikamenten-Tourismus in Nachbarländer meist nicht. Fiebersäfte der Handelsmarken Ibuprofen oder Nurofen zum Beispiel sind derzeit auch in der Tschechischen Republik ausverkauft.
Apotheker Raphael Dives aus Zwiesel sagte dem BR, damit entfalle auch die Möglichkeit, von dort diese Medikamente, die in Tschechien etwa einen Euro billiger sind, einzuführen. Der stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes, Josef Kammermeier aus Regensburg, ergänzte, dass der Einkauf solcher Medikamente in Tschechien zwar grundsätzlich erlaubt ist.
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