Der englische Klangkünstler Matthew Herbert präsentiert am Theater Basel sein Werk «Rheinklang». Im Interview spricht er über Richard Wagner und die Einfallslosigkeit der zeitgenössischen elektronischen Musik.
Foto: Manuel Vazquez
Ich habe bereits letztes Jahr mit dem Theaterdirektor Benedikt von Peter zusammengearbeitet. In Luzern haben wir etwas mit einem Alphornorchester gemacht. Mit «Rheinklang» geht es mir darum, Wagners Werk einem breiten Publikum zu eröffnen, indem wir einen Chor singend durch die Basler Innenstadt an den Theaterplatz führen. In kleinen Gamellen tragen die Sängerinnen und Sänger Rheinwasser und so die Kraft des Flusses in die Stadt hinein.
Ich stehe der klassischen Musik nicht unkritisch gegenüber. Kürzlich habe ich der wohl schlechtesten Aufführung aller Zeiten von Mozarts «Requiem» beigewohnt. Dabei war ein hochkarätiges Ensemble am Werk. Es hat diese Musik zwar einwandfrei wiedergegeben, aber gerade deswegen war das Konzert so unerträglich.
In dieser Szene wird zu sehr auf Synthesizer und Schlagzeugmaschinen gesetzt. Dabei steht ihr eine unendlich breite Klangpalette zur Verfügung. Ich könnte jetzt gegen den Tisch schlagen, an dem wir gerade sitzen, und aus den so erzeugten Klängen ein neues Musikstück erarbeiten. Genauso gut könnte ich Musik aus dem Brexit, dem Krieg in der Ukraine oder den Gravitätsverschiebungen auf dem Saturn machen. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.
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