Die Linksfraktion im Bundestag hat ihren Richtungsstreit vorerst entschärft.
Der Parlamentarische Geschäftsführer Korte erklärte nach einer Fraktionssitzung, es sei zumindest heute klar geworden, dass die Fraktion zusammenbleiben wolle. Ein Antrag zur Maßregelung der Abgeordneten Wagenknecht wegen einer umstrittenen Bundestagsrede wurde demnach zurückgezogen. Stattdessen habe man sich darauf verständigt, dass Parlamentarier bei Reden im Namen der Fraktion deren Linie vertreten müssen.
Nach Wagenknechts Rede Anfang des Monats hatten Parteimitglieder Unterschriften für ihren Ausschluss aus der Fraktion gesammelt. Zudem gab es Spekulationen, dass sie und einige ihrer Mitstreiter die Bundestagsfraktion von derzeit 39 Abgeordneten verlassen könnten. Sollten sich drei oder mehr Mandatsträger dafür entscheiden, würde die Partei ihren Fraktionsstatus verlieren.
Wagenknecht hatte der Bundesregierung mit Blick auf die Russland-Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs vorgeworfen, einen beispiellosen Wirtschaftskrieg vom Zaun zu brechen. Parteimitglieder kritisierten daraufhin, sie vertausche Ursache und Wirkung und halte sich nicht an die Parteilinie.Entdecken Sie den Deutschlandfunk