Unser Kolumnist beantwortet eine Leserfrage nach dem Sinn, jedem Mitmenschen mit Wohlwollen zu begegnen.
Überflüssiges Misstrauen kann man sich sparen: Tom Hanks als Forrest Gump im gleichnamigen Film von 1994.Ich wurde erzogen, bei allen Menschen, auch denjenigen, die ich nicht mochte , immer auch das Gute zu sehen. Mit den Jahren – ich bin nun am Lebensabend angekommen – muss ich feststellen, dass es offenbar halt auch abgrundtief böse Menschen gibt. So geboren oder so geworden, das weiss ich nicht. Ich kann und will das nicht wahrhaben, aber es scheint so zu sein.
Aussagen, die mit «Immer schon hat der Mensch …» beginnen, sind mit Sicherheit in die Vergangenheit projizierte gegenwärtige Ideologie. Wenn «der» Mensch etwas ist, dann allenfalls sehr variantenreich und flexibel – im Guten wie im Bösen. Sie können also gerne weiter an das Gute im Menschen glauben, ohne naiv zu sein. Ausserdem sind die Kategorien «gut» und «böse» wahrscheinlich ohnehin zu gross, als dass sie alltagstauglich sind.
Eher an das Gute im Menschen zu glauben hat immerhin einen grossen Vorteil: Es erspart einem viel überflüssiges Misstrauen. Das Leben wird einem auf diese Art leichter, als wenn man davon ausgeht, dass der Mensch immer und überall des Menschen Wolf ist. Manchmal ist er es durchaus; manche Menschen sind unbelehrbare Arschlöcher. Viele aber auch nicht.
Grundsätzliches Misstrauen ist nicht so realistisch, wie es tut. Last, but not least: Das Wohlwollen, das wir jemand anderem entgegenbringen, bleibt in der Regel nicht ohne Wirkung. Die Freundlichkeit des anderen uns gegenüber ist nicht unabhängig von der Freundlichkeit, mit der wir ihm begegnen. Der Psychoanalytiker Peter Schneider beantwortet Fragen zur Philosophie des Alltagslebens. Senden Sie uns Ihre Fragen an
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