Die Agrarmärkte spielen seit dem Krieg verrückt, jetzt entzieht der Bundesrat den Bauern Ackerland - und erntet Kritik.
In der EU geht der Trend in die andere Richtung: Die Mitgliedsstaaten dürfen heuer eine Fläche von der Grösse der Schweiz, die aus Umweltschutzgründen brach liegt, temporär zur Nahrungsproduktion nutzen. Auch in der EU wird nun über den richtigen Kurs der Landwirtschaft in Kriegszeiten gestritten. Der Schweizer Bauernverband seinerseits hat seinen Unmut letzte Woche in einem offenen Brief an den Bundesrat geäussert.
Der Selbstversorgungsgrad der Schweiz liegt heute bei circa 58 Prozent. Mit der Umsetzung der parlamentarischen Initiative zur Pestizidreduktion wird er in den nächsten Jahren um mehrere Prozentpunkte sinken, wie eine Studie des Bundes zeigt. Betroffen sind verschiedene Produkte, neben Brot- und Futtergetreide etwa auch Ölsaaten und Kartoffeln.