Im Kampf gegen soziale Ungleichheit greift der Ostbeauftragte Carsten Schneider einen Vorschlag von Forschern auf: Ein »Grunderbe« von 20.000 könne die Startchancen für junge Menschen verbessern.
»Eigentum zu bilden ist für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr möglich, gerade in den Metropolen«, sagte der
-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. »Ein Grunderbe wäre ein interessantes Instrument, um diese Entwicklung aufzuhalten und die Startchancen ins Berufsleben etwas gerechter zu gestalten.« Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hatte berechnet, dass ein staatliches Grunderbe in Höhe von bis zu 20.000 Euro für alle 18-Jährigen und deren Finanzierung durch eine Erbschaft- oder Vermögensteuer die Vermögensungleichheit in Deutschland deutlich reduzieren würde.– würde je nach Ausgestaltung um fünf bis sieben Prozent sinken.
»Ich halte das für eine sehr spannende Idee«, sagte Schneider. »Die Ungleichheit wächst von Generation zu Generation, was weniger am aktiven Einkommen liegt als am Vermögenszuwachs. Wer nichts hat, der kann nur schwer etwas zurücklegen und ein Vermögen aufbauen.«Zur Finanzierung sprach sich Schneider für »eine höhere Erbschaftsteuer der oberen zehn Prozent« aus.