Die Konjunktur schmiert ab, erste Firmen schließen bei vollen Auftragsbüchern. Jetzt steuert die Bundesregierung dagegen. Zuvor erreichte sie ein Hilfeschrei, schreibt Grimm_Christian.
Wirtschaftsminister Habeck: Müssen jetzt alle finanzielle Kraft aufbringen
Die Mittel zur Verfügung stellen, will jetzt die Regierung. Sehnlichst erwartet wurde in der Abflughalle Tempelhofs daher Wirtschaftsminister Robert Habeck, der für Notkredite und Zuschüsse zuständig ist. Der Grüne war bislang der erfolgreichste Minister des Kabinetts, hat aber vergangene Woche einige schwere Treffer kassiert und seitdem Dellen in der Rüstung. Habeck versucht, wieder positive Nachrichten zu produzieren.
Noch im Sommer sei er davon ausgegangen, so der 55-Jährige, dass der Mittelstand die Mehrkosten an seine Kunden überwälzen könne. Doch mit dem beginnenden Herbst hat sich die Lage fundamental verschlechtert. Die Leute halten das Geld zusammen, der Konsum bricht ein. Habeck verspricht jetzt baldige Linderung für die Unternehmen. Bis Ende des Jahres will er die Strompreisbremse aufsetzen, die rückwirkend für September gelten soll.
Der Einzige aus dem Dreigestirn der Regierung, der eine Rede vortragen durfte, war der Kanzler. Olaf Scholz überlässt es Habeck, . Er bleibt in seiner Ansprache so ungefähr, dass die Reporter nach einer Überschrift für ihre Meldungen suchen müssen. „Die Berliner Luftbrücke beweist, dass unmöglich Erscheinendes gelingen kann“, sagt der Kanzler. Für die Wirtschaft startet nun das gleichnamige Unternehmen.