Tausende Menschen demonstrierten am 77. Jahrestag im Gedenken an die Opfer des 2. Weltkrieges und in Solidarität mit der Ukraine.
Polizisten wickeln eine große ukrainische Flagge im Berliner Tiergarten zusammen Foto: Christophe Gateau/dpa
Neben den Blumen am Denkmal dominierte die ukrainische Flagge, die einige Diplomat*innen über den Schultern trugen. Gegenüber demonstrierten währenddessen Hunderte Menschen, die von der Polizei immer wieder aufgefordert wurden, ihre Flaggen zu verstauen. Ausgenommen vom Verbot, die ukrainische, sowjetische und russische Fahne zu zeigen, waren am 8. und 9. Mai an 15 Gedenkorten Berlins nur das diplomatische Korps und die Veteranen des Zweiten Weltkrieges.
Ein paar Meter weiter zeigten ein paar Leute eine rote Fahne, die an die Rote Armee erinnern sollte. Sie bezichneten sich als Antifaschisten. „Sogar das Singen auf Russisch wurde uns untersagt“, beklagte sich eine Frau. „Du kannst morgen auf Russisch singen: Heute ist der Tag der Kapitulation, nicht des Sieges“, widersprach ein anderer Mann.
Ein pro-ukrainischer Demonstrant, der das Symbol des Regiments Asow auf dem T-Shirt trug, wurde darauf angesprochen. Rasch verteidigte er sich: „Ich bin kein Nazi, sondern ein stolzer Patriot meines Staats.“ Die Situation zeigt: Längst ist der Jahrestag zum Streitpunkt der nationalistischen Flaggen und Symbole geworden. Einige Menschen trugen T-Shirts mit kubanischen Flaggen und mit Referenzen auf die Internationale Brigade.
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