Michel Friedman befürchtet, deutsche Juden könnten bald in „Ghettos“ leben. Im Talk von „Hart aber fair“ kritisiert er auch die Doppelmoral der Bundesregierung.
Erst Terror, dann Krieg – keine Chance auf Frieden im Nahen Osten? Das ist am späten Montagabend das Thema von „Hart aber fair“-Moderator Louis Klamroth. Im Raum stehen die Fragen: Steht der, Michel Friedman, redet sich während der Talksendung in Rage und kritisiert Deutschlands Doppelmoral.
10.000 Menschen auf der Pro-Israel-Demonstration in Berlin seien, „wenn man überlegt, was für ein Zivilisationsbruch stattgefunden hat“, sehr wenig, sagt der ehemalige CDU-Politiker und kann gar nicht mehr aufhören: „In keinem Land um Israel herum könnte irgendjemand demonstrieren gegen Könige, Prinzessinnen oder Ajatollahs, weil sie sofort im Gefängnis oder auf dem Friedhof landen würden.
„Die Parolen heißen: Tod Israel, Tod den Juden. Auch mein Tod ist ein Wunsch. Welche Art von Motiven eine Rolle spielen – am Ende ist es Judenhass. Es ist Gewalt gegen Juden.“ Wenn man deutschen Bürgerinnen und Bürgern den Rat gebe, sich nicht als Juden erkennbar zu zeigen, dann sei das ein Offenbarungseid, so Friedman.
Der 67-Jährige sitzt nicht alleine bei „Hart aber fair“. Weitere Gäste sind die Journalistin Mariam Lau, Jouanna Hassoun, Geschäftsführerin von Transaidency e. V. und Deutschpalästinenserin, sowie der Nahostexperte und Islamwissenschaftler Guido Steinberg. Auch Grünen-Chefgeboren und aufgewachsen. Als er jung war, erzählt er bei „Hart aber fair“, „mussten wir uns morgens auf dem Schulhof sammeln und rufen, dass Israel zerstört werden muss“.
Teilweise werde die Diskussion so geführt, „als wäre es Israel gegen die Palästinenser“, sagte Nouripour. So sei es nicht: „Wir reden über eine Terrororganisation, unter der auch die Palästinenser, gerade inbeziehe, und der Bundesregierung und der EU „viel Heuchelei und Doppelmoral“ vorwirft. „Wir nehmen LNG weg von Putin, und wo gehen wir hin? Zum Diktator in Katar“, schimpft Friedman.
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