In Europa können sich die Menschen immer weniger leisten, gar von «Verarmung» ist die Rede. In den USA ist die Entwicklung ganz anders. Die Schweiz droht punkto Kaufkraft aufs falsche Gleis zu geraten.
Vor 15 Jahren waren die EU und die USA wirtschaftlich gleich stark, inzwischen liegt Amerika klar vorn.Deutschland befindet sich nun in einer Rezession. Was abstrakt klingt, äussert sich im Alltag sehr konkret. Deutsche kaufen weniger Bioprodukte, weil sie sich diese nicht mehr leisten können. Ähnliche Meldungen erreichten uns in den letzten Wochen aus anderen europäischen Ländern.
Von einer «Verarmung Europas» schreibt die amerikanische Zeitung «Wall Street Journal» ohne Häme, aber mit Sorge. Sie zitiert aus Statistiken, die den jahrelangen, schleichenden Abstieg Europas belegen. Vor 15 Jahren machten die Konsumausgaben der EU und der USA je etwa 25 Prozent des weltweiten Verbrauchs aus. Inzwischen kommt die EU nur noch auf 18 Prozent, die USA aber auf 28 Prozent. Die Amerikaner können sich also mehr leisten, die Europäer weniger.
Die Schweiz liegt bei dieser Quote zwischen der EU und den USA, doch die Tendenz zeigt in die falsche Richtung. Nächstes Jahr steigen die Mehrwertsteuer, die Stromgebühren und die Krankenkassenprämien, ebenso die Tarife von Post und SBB. Amerika taugt in vielem nicht als Vorbild, aber in der Wirtschaftspolitik erteilt es Europa eine Lektion: Bevor der Kuchen verteilt wird, muss er erwirtschaftet werden. Wird den Bürgerinnen und Bürgern und den Unternehmen mehr weggenommen, backen sie weniger Kuchen.So altmodisch es tönt, aber Fleiss und Arbeit müssen sich lohnen.
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