Der Bund will die Raffinerie PCK Schwedt um jeden Preis retten. Doch die Versorgung mit Erdöl wird zur Herausforderung. Hinzu kommt die Gefahr, dass Russland die Öllieferung einstellt.
Künftig wird das Öl für die Raffinerie auf anderen Wegen nach Schwedt kommen müssen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Rohölpipeline, die von Rostock nach Schwedt führt. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums können über die Pipeline im jetzigen Zustand etwa fünf bis sieben Millionen Tonnen Öl im Jahr transportiert werden. Laut Ministerium entspricht das „ungefähr 48 bis 60 Prozent“ der PCK-Raffinerieauslastung.
Fachleute warnen, erst wenn die Pipeline komplett erneuert sei, werde sich die Versorgungssituation für die Raffinerie in Schwedt dauerhaft stabilisieren. Die Übergangszeit sei daher kritisch. Es gebe keine überzeugende Lösung für die Bauphase. Hinzu kommt, dass es mit der Ertüchtigung der Pipeline nicht getan ist. Auch die Kapazitäten des Hafens Rostock müssen erweitert werden. Der Bund sagt auch dafür finanzielle Hilfe zu.
Allerdings ist die Belieferung über die existierende Pipeline von Danzig nach Schwedt alles andere als sicher. Das liegt zum einen daran, dass die polnischen Kapazitäten begrenzt sind, weil über Danzig auch polnische Raffinerien sowie die Raffinerie in Leuna in Sachsen-Anhalt beliefert wird.
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