Der Bundestag des Deutschen Fußball Bundes wählt einen neuen Präsidenten. Bernd Neuendorf und Peter Peters sind die Kandidaten. Doch es sieht so aus, dass 'beide nicht die Kandidaten der Basis sind,' sagt Fußball- und Fanforscher Harald Lange.
hatte die Hochschule Ansbach und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg eine Studie zum Image des DFB durchgeführt
. Das Ergebnis fiel für den größten Sportverband der Welt niederschmetternd aus. "Die Basis steht nicht mehr hinter der DFB-Spitze," ist für Professor Dr. Harald Lange, Leiter der Fan- und Fußballforschung an der Uni Würzburg, die Kernaussage der Studie. Die DFB-Spitze habe die Basis verloren und an Vertrauen und Glaubwürdigkeit eingebüßt. Nach der Wahl müsse man versuchen das zurückzugewinnen.
Peters bewegt sich dagegen seit Jahren in den höchsten Machtzirkeln des deutschen Fußballs. Er sitzt auch im Council des Weltverbandes FIFA, steht aber immer wieder in der Kritik, von vielen Seiten wird seine Kompetenz angezweifelt. Auf dem Bundestag besitzt der Kandidat des Profilagers nur Außenseiterchancen. Und das, obwohl Peters bereits angekündigt hat, aufgrund des zerrütteten Verhältnisses nicht mehr mit Koch zusammenarbeiten zu wollen.
"Mit Blick auf die beiden Kandidaten kann man ganz klar sagen, das sind nicht die Kandidaten der Basis", so Lange. Man hätte sich für die Abstimmung andere Kandidaten gewünscht. Neuendorf bekomme 11,1 Prozent, Peters 13,4 Prozent Zustimmung in der Umfrage. Die geringen Werte ließen sich als Indiz werten, "dass beide nicht die Kandidaten der Basis sind.
Über 90 Prozent der Befragten erwarten, "dass die Skandale der Vergangenheit schonungslos aufgeklärt und transparent gemacht werden." Für einen Neuanfang brauche es einen Akteur der glaubhaft verkörpere, dass er so etwas auch tun würde. Einen "der nicht im Verdacht steht durch irgendwelche Beziehungen und Seilschaften wieder irgendwas unter den Teppich kehren zu wollen.
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