Bundessozialminister Hubertus Heil (49, SPD) hat das Bürgergeld auf den Weg gebracht, das Hartz IV ersetzen soll – eine Mega-Reform, um Familien vor Verarmung zu schützen.
Doch die Anhebung der Stütze auf gut 500 Euro/Monat und vor allem die Aufstockungen bei „Schonvermögen“ und zulässiger Größe der Wohnungen kommen nicht nur Bedürftigen zugute. Sondern auch: den berüchtigten Clan-Familien in Großstädten wie Berlin und Köln.
Davor warnt die Chefin der Mittelstandsunion, Gitta Connemann : „Dieses Bürgergeld macht Clans noch reicher“, so Connemann zu BILD. Wer es geschickt anstelle, „kann sich in die Hängematte legen – und das in der schön beheizten Wohnung“, so die CDU-Politikerin: „Die Naivität der Ampel ist kurzsichtig und gefährlich.“Tatsache ist: Das sogenannte Schonvermögen, das trotz staatlicher Hilfe zwei Jahre lang nicht angetastet wird, wurde drastisch erhöht, von 10.000 auf 60.000 Euro für den Haushaltsvorstand, weitere 30.
Problem: Eine vierköpfige Familie käme damit auf 150.000 Euro Schonvermögen – und dürfte dank neuer Grenzen bei der Wohnungsgröße ein 180 Quadratmeter großes Haus bewohnen. Dazu: zwei Autos – eines pro Erwerbsfähigem. CDU-Sozialexperte Stephan Stracke zu BILD: „Mit dem Bürgergeld wird Nichtarbeit attraktiver. Wer arbeitet, muss immer mehr haben als derjenige, der nicht arbeiten geht.“