Die Stadtberner Schulen führten eine neue Digitalplattform ein. Das Resultat: Chaos im Unterricht, wütende Lehrkräfte und Millionen Franken, verbrannt für nichts. Wie kam es dazu?
Bildungsdirektorin Teuscher beauftragte im Sommer 2020 die Informatikfirma Mabuco mit einer unabhängigen Projektanalyse. Die Gutachter bilanzierten im Herbst: Die Situation sei «verfahren, aber nicht unlösbar».ist von einem «Graben zwischen den Lehrpersonen und dem Schulamt und dem Lieferanten Abraxas» die Rede.
Als Grolimund mitten im Chaos das Schulamt auf Ende 2019 verliess, heuerte er ausgerechnet bei Adfinis an, jenem der drei Projektpartner von Abraxas, der für die Entwicklung des scharf kritisierten Collabora zuständig war.Auch die IT-Firma Abraxas spielt eine unrühmliche Rolle im Berner Open-Source-Debakel. Bereits im Januar 2019 warnte die Firma, dass Engpässe drohen.
Tatsächlich liegen der Republik E-Mails vor, in denen Abraxas-Projektleiter Ochsner während des Aufruhrs in den Klassenzimmern im Herbst 2019 schrieb: «Man hört unzufriedene Lehrpersonen, Schulleitungen. Was wir nicht hören, sind diejenigen, die die Plattform und die vorhandenen Mittel erfolgreich einsetzen.
Irene Hänsenberger, die Leiterin des Schulamtes und innerhalb ihres Amtes die oberste Verantwortliche für das Projekt, traf sich zwar regelmässig mit Bildungsdirektorin Franziska Teuscher. Sie habe diese jeweils über den Projektverlauf informiert. Im Bericht Friederich wird sie wie folgt zitiert: «Die Probleme waren wirklich erst nach dem Rollout greifbar.
Aufgrund seines Einflusses und seiner Kompetenzen sollte der EVP-Politiker enger ins Projekt eingebunden werden. Ende 2018 wurde ein Base4Kids2-Round-Table mit Stürmer durchgeführt. Im Protokoll heisst es, man solle ihn regelmässig über den Stand der Dinge informieren. Allerdings sei sein Einbezug in den Projektausschuss wegen der Gewaltentrennung zwischen Legislative und Exekutive schwierig.
Diesen Frühling wurde der Base4Kids2-Flop im Stadtberner Parlament heftig diskutiert und von allen politischen Lagern kritisiert. Die Mitte Stadt Bern prangerte in einem Communiqué die Taktik des «bodenlosen Portemonnaies» an, die man mit der «linksgrün-dogmatischen Sonderlösung» – der Open-Source-Software – gewählt habe.
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