Raus aus Russland - oder nicht?: Darum bleiben deutsche Konzerne in Russland
Richtig ist aber auch: Metro ist in Russland deutlich profitabler als im Heimatmarkt. Auch Henkel, mit elf Standorten und 2500 Beschäftigten, will an seinem wichtigen Geschäft in Russland festhalten. Auch hier heißt es zur Begründung: Man fühle sich den russischen Kollegen gegenüber verpflichtet. Zudem seien die produzierten Reinigungs- und Hygieneartikel für die russische Bevölkerung von großer Bedeutung.
Bayer pocht ebenfalls auf das Verantwortungsgefühl für die Menschen vor Ort. Das Unternehmen beschäftigt 1800 Mitarbeiter in Russland und erwirtschaftet dort zwei Prozent seines Umsatzes: "Dieser sinnlose Krieg fordert bereits sehr viele Menschenleben. Wir dürfen die Zahl nicht noch weiter erhöhen, indem wir den Menschen lebenswichtige Produkte vorenthalten", zitiert das "Handelsblatt" einen Unternehmenssprecher.