Damon Albarn fokussiert sich auf seinen Gesang und sein Klavierspiel. Am Montag stellte der Britpopper sein neues Album in der Elbphilharmonie vor.
Vorab ein Shitstorm in den sozialen Medien. In einem Interview mit der Los Angeles Times behauptete Damon Albarn, Taylor Swift würde ihre Songs gar nicht selber schreiben. Den Einwand des Journalisten, sie sei doch zumindest Co-Autorin, ließ er nicht gelten. Sein Kommentar: „Das zählt nicht.“ Taylor Swift fand das überhaupt nicht lustig. Bei Twitter klagte sie, das sei völlig falsch und rufschädigend.
Eingangs wird die Bühne in blaues Licht getaucht, das passt perfekt zur melancholischen Musik, bei der neben der Band vor allem auch die Demon Strings, ein Streichquartett, immer wieder Akzente setzen. Leicht verspult leiten sie „Royal Morning Blue“ ein. Dieses Stück entwickelt sich zu einer wehmütigen Meditation, die Damon Albarn schließlich mit den Worten „Stay by my side / At the end of the world“ ausklingen lässt.
So entstanden Lieder, die auch live höchstens zum leisen Mitsummen animieren oder eben bloß zum Zuhören. Das ist besinnlich, nein, besser: sinnlich. Die Geigen zuckern nämlich nie herum. Auch der Bassist Seye Adelekan weiß, wie man mit durchaus kantigen Texturen gegen den Easy-Listening-Effekt ansteuern kann. Damon Albarn selbst wagt sich selten aus der Deckung. Mit ernster Miene fokussiert er sich völlig auf seinen Gesang und sein Klavierspiel.