Das Schelfeis in Teilen der Westantarktis werde unaufhaltsam abschmelzen, da helfe keinerlei Klimaschutzmaßnahme mehr: Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie. Und darum müsse die Welt sich auf einen deutlichen Anstieg des Meeresspiegels vorbereiten.
Selbst mit ambitionierten Klimamaßnahmen lässt sich einer Studie zufolge in der Westantarktis das Abschmelzen großer Schelfeis-Areale nicht mehr abwenden. Warme Meeresströmungen dürften im Laufe des 21.
Die Studie untersuchte allerdings lediglich die Entwicklung des Schelfeises - also von jenem äußeren Teil des Eisschildes, der auf dem Meer aufliegt. Während das Schelfeis im Osten der Antarktis stabil ist oder teilweise wächst, dünnt es in der Westantarktis seit Jahren aus, vor allem aufgrund warmer Meeresströmungen.
Der Grund für diesen Trend liege in der Wassersäule, schreibt die Gruppe, und dort vor allem in der sogenannten Thermokline. Diese Schicht trennt in der Region in 100 bis 400 Metern Tiefe höher gelegenes kaltes Wasser von einer tieferen Zone mit etwas wärmerem Wasser. In allen simulierten Klimaszenarien steigt diese Trennschicht an und damit auch die Schicht mit wärmerem Wasser, die das Schelfeis von unten aushöhlt.
"Unsere Simulationen zeigen einen ernüchternden Ausblick für die Amundsensee", bilanziert das Team. Bis zum Jahr 2100 könnte sie um bis zu zwei Grad wärmer sein als vor der Industrialisierung. "Für antarktische Wassermassen ist eine Zunahme um zwei Grad verblüffend", heißt es.
So hänge etwa die Stabilität des - wesentlich größeren - Ostantarktischen Eisschilds von Klimamaßnahmen ab, zudem seien die klimatischen Schwankungen in dieser Region groß. Nichtsdestotrotz scheine angesichts der Studie klar zu sein, dass ein Anstieg des Meeresspiegels unabwendbar ist. Politische Entscheidungsträger müssten nun Wege finden, sich auf die Folgen vorzubereiten.
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