Die Fusion der angeschlagenen Credit Suisse mit der UBS dürfte ein juristisches Nachspiel haben: Der Schweizer Pensionskassenvertreter Ethos prüft bereits eine Klage. Er könnte nicht der einzige bleiben.
. Die Ethos Stiftung sprach von einem »beispiellosen Scheitern« in der Geschichte des Schweizer Finanzplatzes. »In den nächsten Tagen werden alle Optionen, auch juristische, geprüft, um die Verantwortlichkeiten für dieses Debakel zu klären.«
Ethos bedauere, dass strategische Optionen wie die Abspaltung und der Börsengang des Schweizer Geschäfts der Credit Suisse nicht weiterverfolgt worden seien, als dies noch möglich gewesen sei. Die Schweizer Behörden sollten die UBS auffordern, längerfristig die Abspaltung der Schweizer Sparte der Credit Suisse vom Rest der UBS-Gruppe sowie einen Börsengang zu prüfen. Damit würden Arbeitsplätze gesichert und ein gesunder Wettbewerb aufrechterhalten.
Auch Rechtsprofessor Peter Kunz rechnet mit Klagen gegen den Schweizer Staat, wie er der Boulevardzeitung »Blick« sagte. Es sei eine völlig außergesetzliche Regelung, dass man die Credit-Suisse-Aktionäre zu dem Deal nicht gefragt habe. Die Anleger seien weitgehend enteignet worden. Möglich sei etwa, dass der mit zehn Prozent größte CS-Aktionär, die Saudi National Bank, die Eidgenossenschaft verklage.
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