An der Generalversammlung der Credit Suisse stellen sich fünf der zwölf Verwaltungsratsmitglieder nicht mehr zur Wiederwahl.
Zudem kann die Generalversammlung der Credit Suisse über einen Antrag des Verwaltungsrats nicht abstimmen. Für die Absegnung einer Statutenänderung zum Änderung des Aktienkapitals und der Einführung eines Kapitalbandes wurde das notwendige Präsenzquorum von mindestens 50 Prozent des Aktienkapitals nicht erreicht.
Die Abstimmung über diesen Punkt entfällt somit, wie Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann am Dienstag im Hallenstadion in Zürich sagte. Insgesamt waren 1,578 Milliarden Aktienstimmen vertreten. Das sind knapp 40 Prozent aller 4,002 Milliarden Aktienstimmen. Rund 13 Millionen Aktienstimmen entfielen auf die 1748 Aktionäre im Saal, der Rest auf den unabhängigen Stimmrechtsvertreter.
Wegen der Rettung durch den Bund und die UBS und den Turbulenzen war bereits eine Woche zuvor bekannt geworden, dass nicht über alle Anträge abgestimmt werden kann. So ist durch die Verfügung des Bundesrates etwa die Ausschüttung von Dividenden verboten. "Die Traktandenliste bleibt unverändert bestehen. Aber wir können nicht über alle Punkte abstimmen", sagte Lehmann. Neben der Abstimmung über die Dividenden hatte die CS im Vorfeld der GV die Abstimmung über die Entlastung der Mitglieder von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung sowie über die Vergütung der Geschäftsleitung zurückgezogen.