Credit Suisse: Die UBS kriegt ein angebranntes Filetstück vorgesetzt: Der UBS hat bei der Übernahme der Credit Suisse vorab deren Vermögensverwaltung im Blick. Doch das vermeintliche Filetstück nimmt sich nun schon deutlich… Uebernahme WealthManagement
Für jene Beobachter, die sich von der kombinierten UBS/CS bereits ein internationales «Wealth Management Powerhouse» erhoffen, dürften die Quartalszahlen der Credit Suisse vom Montag ein Dämpfer sein. Wie auch finews.ch berichtete, sind in der Vermögensverwaltung zwischen Januar und März mehr als 47,1 Milliarden Franken an Kundengeldern abgeflossen, wobei auch der Schweizer Heimmarkt betroffen war.
Mit anderen Worten, der UBS schwimmen ausgerechnet in der für die Käuferin werthaltigsten CS-Sparte die Felle davon. Zur Erinnerung: Bankpräsident Colm Kelleher stellte seinen Aktionäre mit der Übernahme eine 5-Billionen-Dollar-Vermögensverwalterin im Private Banking und Asset Management in Aussicht. Damit solle weltweit die zweitgrösste Kraft im Wealth Management und das drittgrösste europäische Fondshaus entstehen, wie die UBS-Führung am 19.
Nun erhalten Kelleher & Co. dieses vermeintliche «Filetstück» der Transaktion angebrannt auf den Teller. So hat die CS im vergangenen Quartal eine Wertberichtigung der Sparte Wealth Management durchgeführt und den Goodwill der Division um 1,3 Milliarden Franken auf Null abgeschrieben – dies ebenfalls als Folge der milliardenschweren Abflüssen von Kundengeldern. Die CS hat zwar «proaktive Massnahmen» versprochen, um das Kundengeschäft zu schützen.
Für die UBS, die am Dienstag ebenfalls Quartalszahlen präsentiert, besteht deshalb eine hohe Dringlichkeit, sich diesen Abflüssen entgegenzustellen. Insbesondere könnte dies erreicht werden, wenn die Grossbank an der Personalfront Klarheit schafft: Wie finews.ch recherchierte, finden sich zahlreiche Teams bei der CS in einer Art Warteschlaufe, solange nicht klar ist, wer die Führung übernimmt und wie es um die berufliche Zukunft bei der UBS/CS bestellt ist.
Das klingt nach einer weiten Marge – doch nachdem sich im ersten Quartal die insgesamt verwalteten Vermögen zum Vorjahr um 19 Prozent reduziert haben, ist diese bereits stark geschrumpft.
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