Oberbayerin träumt vom Nomaden-Leben im Tiny House - doch es gibt ein großes Problem
– Auf einem vermoosten Kiesplatz hinter der Schallschutzwand zur B 304 steht Sandra Bergovec und strahlt mit der kräftigen Märzsonne um die Wette. Die 41-Jährige, die schon mal auf runde 30 geschätzt wird, hat ihre Dreadlocks unterm Bandana-Kopftuch aufgezopft, dazu trägt sie Strickpulli und Pluderhose.
Und die für den Transport noch mit einer Metallplatte gesicherte, bodentiefe Glasfenstertür hinaus auf die „Lanai“, wie die Besitzerin es nennt – Hawaiianisch für Terrasse. Auf dem Dach sind die Anschlüsse für eine Photovoltaik-Anlage vorbereitet. Der Wagen wäre mit Wassertanks auch zu autarkem Wohnbetrieb in der Lage.
Momentan steht es sich auf dem Echtholz-Parkett noch ein bisserl scheps. Noch fließt kein Wasser aus der Leitung und kein Strom aus den Steckdosen. Noch schlafen Sandra Bergovec und ihre fünfjährige Tochter gemeinsam im selben Zimmer in einer Ebersberger Wohnung.
Eine Trockentrenntoilette im Bad, die Fest und Flüssig voneinander trennt, sowie eine Wellnessdusche sorgen für Hygiene. © Stefan RoßmannDass hinter ihren Zukunftsplänen Fragezeichen stehen, dass etwa die Herstellergarantie auf ihr Tiny House in zehn Jahren ausläuft, macht ihr nichts aus.