Warum ist das über so viele Jahre eigentlich keinem aufgefallen? Allein von Februar bis Dezember 2020 soll eine Berliner Beamtin zusätzlich zu ihrem Gehalt monatliche Auslandszuschläge von knapp 176.000 Euro kassiert haben – obwohl sie bereits seit 2002 wieder dauerhaft in Deutschland war.
Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage beim Amtsgericht Tiergarten wegen Betrugs durch Unterlassen in besonders schwerem Fall erhoben, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.
Vor rund zwanzig Jahren soll die heute 55‑jährige Oberamtsrätin beruflich für ihren Arbeitgeber, das Deutsche Archäologische Institut, in den Jemen gegangen sein. Nach mehreren Monaten sei sie aber wieder nach Berlin zurückgekehrt. Dies soll sie der für die Lohnzahlungen zuständigen Stelle allerdings nicht mitgeteilt haben. Dadurch soll sie seitdem monatlich rund 3600 Euro Auslandszuschlag zusätzlich zu ihren Dienstbezügen erhalten haben. Der in der Anklage genannte Schaden bezieht sich daher nur auf die noch nicht verjährten Taten seit 2017 – als der Arbeitgeber schließlich Strafanzeige erstattete.
Neben dem eigentlichen Tatvorwurf kann nun das Amtsgericht Tiergarten möglicherweise auch die Frage klären, warum niemandem über so viele Jahre aufgefallen zu sein scheint, dass die Frau im Inland arbeitend Auslandszuschläge bezogen hat.
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